blogage.de > laurafloeter > Laura Flöters Blog > Eintrag > 22. March 2010 > Exposé für meine Dissertation: fertig!
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Eben ist es fertig geworden: Das Exposé für meine Dissertation. Um einen Eindruck davon zu geben, womit ich die nächsten drei (?) Jahre meines Lebens beschäftigt sein werde (irgendwo in den oberen Etagen des Elfenbeinturms...), hier das Abstract dazu, wie ich es meinen Betreuern vorlegen werde:

"In meinem Dissertationsprojekt – derzeitiger Arbeitstitel in etwa Die Ästhetik des fantasy-Rollenspiels: Der Avatar als Inszenierung des Phantastischen – möchte ich die Idee verfolgen, dass die ästhetische Praxis des fantasy-Rollenspiels (FRPG1) als ästhetische Umsetzung oder 'Anwendung' des Phantastischen Konfliktes gelten kann: Den Avatar, ein strukturelles Hauptmerkmal aller Spielarten von RPG, möchte ich als eine Erfahrung des Phantastischen und so als Trägerfunktion des Ästhetischen begreifen – das Phantastische, definiert durch den Phantastischen Konflikt oder das Phantastische Prinzip, in dem zwei unvereinbare Weltordnungen einander begegnen, formuliert im Grunde die Erfahrung von Alterität, ein Kernkonzept des Ästhetischen. Ließe sich also der Avatar als eine Funktion der Inszenierung des Phantastischen ausweisen, könnte die Praxis des FRPGs als Funktion ästhetischer Bildung gelten, weil die Erfahrung von Alterität (u.a.) wesentlich dessen Programm bezeichnet.

Der Avatar als Inszenierung des Phantastischen würde also in diesem Komplex Hauptfunktion ästhetischer Bildung in Form von Alteritätserfahrung. Als theoretischer Unterbau für diesen Frageansatz würden sich zum einen das kunstwissenschaftliche (und auch -pädagogische) Konzept der ästhetischen Bildung, zum anderen aber auch die Theorie und Didaktik der Phantastischen Literatur (PhL) anbieten, so dass dieses Dissertationsvorhaben interdisziplinär angelegt wäre und somit auch der Fächerkombination meines Studiums entspräche (Kunstpädagogik; Deutsch)."

Dem folgt natürlich jetzt noch eine ausführliche Darlegung meiner Vorgehensweise, die hier aber völlig fehl am Platze wäre. Viel wichtiger ist, was die Fertigstellung des Exposés für mich bedeutet: Ich habe jetzt wieder Zeit zum Schreiben!!! Das Expo geht zwar jetzt erstmal an den Prof; dann muß er es sich aber in Ruhe angucken (was heißt, mindestens 2 Wochen lang *g*), dann höre ich wieder von ihm, komme in seine Sprechstunde, spreche mit ihm darüber, schreibe teile um, streiche, erweitere, etc.pp., und wenn er dann grünes Licht gibt, geht es mit dem Bewerbungsstreß los - nämlich um ein Stipendium. Das wird sicherlich ein ganz großer Spaß...aber darüber rege ich mich auf, wenn es soweit ist. Jetzt heißt es erstmal: NIRGENDLAND, ich komme!

 




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